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Kirchturmsanierung 2016

Man darf ohne Übertreibung behaupten, dass der Turm der reformierten Kirche ein prägendes Merkmal für das Husemer Ortsbild ist. Von weit her ist Hausen daran zu erkennen. Der Zahn der Zeit nagte seit einiger Zeit an diesem Bauwerk und Sanierungsmassnahmen waren dringend notwendig um Folgeschäden zu vermeiden. Ausserdem brauchte es eine neue Blitzschutzanlage und eine Sanierung der Zifferblätter.

Nach abschluss der Arbeiten, überstrahlt der frisch sanierte Kirchturm wieder das Dorf. Das Werk ist gelungen und stösst auf sehr positive Reaktionen. Die Sanierung dauerte von Mitte April bis Mitte November 2016. Die Arbeiten der zwölf beteiligten Firmen verliefen reibungslos, termingerecht und wurden mit grossem Einsatz und Fachkönnen ausgeführt.

Gestartet wurde mit dem Aufbau des imposanten 50 Meter hohen Gerüsts. Dieselbe Firma wie schon beim Umbau 1968 hat diese Arbeit ausgeführt. Den Gerüstbauern werden die Wetterkapriolen in Erinnerung bleiben. Als das Gerüst im Frühjahr zu zwei Drittel aufgebaut war, hatte es im letzten Winter zum letzten Mal geschneit und als es diesen Herbst bis auf zwei Drittel abgebaut war, lag zum ersten Mal Schnee in dieser Saison.

Eine besondere Herausforderung stellte sich der Dachdeckerfirma mit der Entfernung und der fachgerechten Entsorgung der asbesthaltigen Eternitschiefer-Ziegel. Fünf bis sechs Arbeiter mit speziellen Schutzmasken, Handschuhen und Einwegschutzanzügen verrichteten diese unangenehme Arbeit. Ihre Spezialbekleidung mussten sie bei jeder Znüni- oder Mittagspause wechseln und in verschliessbaren Behältern entsorgen. Von den 200 m2 Dachfläche mussten ca. 12 Tonnen Material entsorgt werden. Es wurde in 400 Kilogramm-Säcke abgefüllt, mit dem Lift nach unten befördert und in verschliessbaren Mulden abgeführt.

Die unter den Ziegeln liegende Dachpappe entpuppte sich als weitgehend dicht, so dass der Holzhelm (Dachkonstruktion) vollkommen intakt war und kein verfaultes Holz erneuert werden musste. Die ursprüngliche Dachkonstruktion stammt aus dem Jahr 1905 und wurde 1968 um 10 Meter erhöht. Interessant ist, dass sich die Holzkonstruktion des Daches im Laufe der Jahre, infolge der Sonneneinstrahlung, verdreht hat. Dies machte die nachfolgende Eindeckung mit den neuen Ziegeln besonders anspruchsvoll. Die Schwierigkeit bestand darin, die horizontalen Ziegelreihen der vier Giebel mit dem kegelförmigen Turmdach in Übereinstimmung zu bringen und die Reihen bis zur Spitze immer wieder so anzuordnen, dass sie ausgerichtet blieben.

Der Verputz (Kellenwurf 6mm) am Turm von 1968 war noch einwandfrei. Er musste nur an wenigen Stellen bis aufs Mauerwerk abgetragen und erneuert werden. Auf den 520 m2 Verputzfläche wurden pro m2 ein Kilo Farbe aufgetragen. Am Turm hängt also über eine halbe Tonne Farbe.

Turmschmuck, Zeiger und Ziffern sind aus Kupfer gefertigt und vergoldet. Dies ist heute noch die kostengünstigste und dauerhafteste Ausführung. Der Güggel, die grosse Kugel, die Zifferblätter und Zeiger wurden zur Sanierung demontiert. Die kleine Kupferkugel von 1905 konnte vor Ort am Turm repariert werden.

Imposant war die Montage der neu gestrichenen Zifferreifen. Sie wurden in Viertelsegmenten angeliefert, am Boden zusammengesetzt, mit ihren fünf Metern Durchmesser mit einem grossen Pneukran hochgehievt, in den Zwischenraum von 30 cm zwischen Gerüst und Mauer abgesenkt und auf der ursprünglichen Höhe am Mauerwerk befestigt. Dies erforderte von allen Beteiligten ein hochpräzises Arbeiten und ist perfekt gelungen. Die Ziffern wurden danach montiert und dies in der richtigen Reihenfolge, wovon man sich selber überzeugen kann. Wussten Sie, dass der 3.5 Meter lange Minutenzeiger sich pro Minute um 26 cm vorwärts bewegt? Als gelungen kann auch die Farbwahl der Zifferreifen betrachtet werden. Die dunkelblaue Seidenglanzfarbe schimmert je nach Sonneneinstrahlung und Wolken in unterschiedlichen Nuancen.

Das 50 Meter hohe Gerüst am Turm bot sich als einmalige Aussichtsplattform an. Viele HausemerInnen wollten diese Gelegenheit nutzen. Aus Versicherungsgründen konnte dies aber leider nicht erlaubt werden. Ein paar wenige verschafften sich, trotz vorschriftsgemässer Absperrung, unerlaubten Zugang und bestiegen das Gerüst illegal. Jemand hinterliess Transparente mit einer Friedensbotschaft. Drei andere befestigten zum Beweis ihres Mutes ihre Unterhosen als Windfahne am Gerüst. Selbst ein listiger Marder hatte entdeckt, dass hoch oben am Turm jeweils ein paar Vögel nächtigten. Er hat dort seinen Kot hinterlassen und darin fanden sich Spuren vom Verputz. Der Bauherrschaft hat er damit die Umweltverträglichkeit des Materials unter Beweis gestellt, denn wäre es giftig, hätte er wohl nicht davon gefressen.

Die Kirchenpflege bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Handwerkern, Planern, Bauführer, usw. für die konstruktive Zusammenarbeit. Sehr erfreulich ist, dass die Kosten unter dem Voranschlag bleiben werden. Rund die Hälfte ist durch Spenden von vielen Privatpersonen, Stiftungen, Kirchgemeinden, Firmen und Vereinen gedeckt worden. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank. Die definitive Abrechnung wird der Kirchgemeinde an der Versammlung vom Juni 2017 vorgelegt.

Kirchenpflege der ref. Kirchen Hausen a.A.

 
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